Keine öffentliche Messfeier

Liebe Messbesucher von Frauenthal!

Laut Anordnung des Hochw. Herrn Bischofs Felix Gmür sind bis 19. April öffentliche Gottesdienste in unserer Diözese untersagt. Die Priester sollen „privat“ das hl. Messopfer darbringen, das der ganzen Welt Heil und Segen bringt. So wird auch in unserer Klosterkirche zur gewohnten Zeit die hl. Eucharistie gefeiert werden, jedoch „hinter verschlossenen Türen“. Ansonsten ist die Kirche tagsüber bis ca. 18 h zum persönlichen Gebet geöffnet.

Es tut uns leid, dass Sie körperlich bei der Hl. Messe nicht dabei sein können. Doch der Geist Gottes kennt keine verschlossenen Türen. Die Gnade aus dem hl. Messopfer strömt unaufhaltsam hinaus in die Welt, besonders zu jenen, die gern mitfeiern würden. Auch wenn Sie nicht körperlich bei unseren Eucharistiefeiern dabei sein können, so können Sie sich doch mit uns verbinden, indem Sie sie innerlich mitfeiern. Wenn Sie einen „Schott“ o.ä. haben, können Sie die Texte mitlesen und dann geistlich kommunizieren (s.u.). Auch können Sie eine Möglichkeit finden, die Hl. Messe über Radio, Fernsehen oder Internet mitzufeiern, z.B. über Radio Maria, Radio Gloria oder K-tv.

„Denen, die Gott lieben, gereicht alles zum Guten“. (Röm 8, 28)

Vielleicht schenkt uns der HERR durch die gegenwärtige „Abstinenz“ die Gnade, in der Liebe zu IHM zu wachsen, unser inneres Leben zu vertiefen und vermehrt andere Möglichkeiten zu nutzen, um IHM zu begegnen und uns mit IHM zu vereinigen: das Gebet, besonders Rosenkranz und eucharistische Anbetung, das betrachtende Lesen der Hl. Schrift, die „geistliche Kommunion“, die leider in unserer Zeit etwas in Vergessenheit geraten ist. So kann diese Zeit eine große Vorbereitung sein auf den Tag, an dem wir, so Gott will, wieder öffentlich Eucharistie feiern und Christus sakramental empfangen dürfen. „Erstkommunion“!

Geistliche Kommunion

Die geistliche Kommunion ist das Verlangen nach der wirklichen Vereinigung mit Christus. Der hl. Bernhard sagt: „Aus ganzer Seele und von ganzem Herzen verlange ich, meinen lieben Herrn und Heiland zu empfangen, und da ich ihn sakramentalerweise nicht öfter als einmal am Tag empfangen kann, so vereinige ich mich jeden Augenblick geistigerweise mit Ihm“. Die geistliche Kommunion müsste jeweils der Schlusseffekt unserer Anbetung sein, die Vereinigung in der Liebe, da jede Anbetung zur engsten Verbindung mit dem Angebeteten führen muss. Dies kann formlos oder in einem Gebet wie den folgenden geschehen:

Gebetsvorschlag zur geistlichen Kommunion:

Ich möchte Dich empfangen, Herr,

mit jener Reinheit, Demut und Andacht, mit der Deine heiligste Mutter Dich empfing, mit dem Geist und der Inbrunst der Heiligen. Komm in mein Herz und gestalte es nach Deinem Herzen.

Anschließend ein Weile stillen Verweilens mit IHM.

Oder:

O Jesus, unsere Erlösung, unsere Liebe und unsere Sehnsucht, Gott von Gott, steh mir bei! Zu Dir rufe ich aus der Tiefe meines Herzens. Ich rufe Dich hinein in meine Seele! Komm zu ihr und bereite sie nach Deinem Wohlgefallen! Reinige sie von allen Flecken und Makeln. Heilige mich, Deinen Tempel, den Du erbaut hast. Reinige ihn von aller Sünde. Erfülle ihn mit Deiner Gnade und erhalte sie in ihm, damit ich immer ein würdiger Tempel für Dein Kommen sei. Kehre ein, guter Hirt in meine Seele! Lass mich die Freude Deines Mahles verkosten. Amen.

                                                                                                                 Hl. Augustinus

Brief von Sr. M. Juliana OCist von Valley of Our Lady

Brief von Sr M Juliana O.Cist. vom Kloster „Valley of Our Lady“ (Neu- Frauenthal)/ USA

an die katholischen unverheirateten Frauen der Schweiz

Wenn Du wüsstest, wie sehr Gott dich liebt, würdest Du weinen. Vielleicht fragst Du: „Was findet Gott, der Schöpfer des Universums, an mir, dass er es liebt?“ Du hast etwas, das kein anderer Mensch hat: Dein eigenes Herz.

Was wirst Du mit Deinem Herzen machen? Wem willst Du es geben? Wirst Du es ganz für dich selbst verschwenden? Wirst Du am Ende Deines Lebens mit Deinen Entscheidungen zufrieden sein?

Du hast für Dein Leben ungefähr 4000 Wochen zur Verfügung: Was wäre, wenn Du eine Woche Gott schenken würdest? Ihn machen lassen, was Er aus Dir und mit Dir zusammen machen möchte! „Wie kann ich das machen?“, könntest Du fragen. Zum Beispiel so: Verbringe sieben Tage in einem Kloster. Werde still und höre auf Gott. Iss, was Dir vorgesetzt wird. Beschließe, Dich sieben Tage lang nicht zu beschweren. Nimm die Arbeit an, die Dir gegeben wird, bete zusammen mit der Gemeinschaft, schlafe und steh` auf zu den festgelegten Zeiten. Hast Du sieben Tage Zeit, um sie dem Einen zu geben, dir dich liebt bis zum Äußersten, –bis zum Tode am Kreuz?

Schritte, um eine Woche in einem Kloster zu verbringen:

1. Finde eine freie Woche in Deinen vollen Terminkalender.

2. Schreibe Mutter Priorin M. Benigna eine Zusammenfassung Deines Lebens. Frage sie, ob Du eine Woche im Kloster verbringen könntest. Sage ihr, welche Woche für Dich am besten ist.

3. Sie wird Dir antworten, ob es geht.

4. Mach es.

 

Adresse: Mutter Priorin M. Benigna

Abtei Frauenthal
CH-6332 Hagendorn ZG

abtei@frauenthal.ch